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Christoph Metzelder Stiftung

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7. März 2016

fit for future – Neustart

Hilfe bei der Bewältigung des Alltags – das versteckt sich hinter dem neuen Projekt „Neustart“, das der Verein fit for future e.V. mit dem Jugend- und Stadtteilzentrum Bockum-Hövel zurzeit für jugendliche Flüchtlinge umsetzt. Gefördert wird das Projekt in den kommenden drei Jahren von der Christoph Metzelder Stiftung.

Bereits seit fünf Jahren kooperiert das Jugendzentrum mit der Stiftung. Über den Trägerverein „fit for future“ werden im Jugendzentrum Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe gegeben. 45 Jugendliche nehmen an dieser regelmäßig teil. In den vergangenen Jahren konnten viele Jugendliche dadurch erfolgreich ihre Schullaufbahn beenden, die Oberstufe besuchen, einige davon werden jetzt erstmals ihr Abitur machen. 

Erfolge erhoffen sich die Beteiligten auch von „Neustart“. 30 Kinder und Jugendliche (aktuell im Alter von elf bis 17 Jahren) nehmen daran teil. Allen gemein ist, dass sie aus Flüchtlingsfamilien kommen, in Bockum-Hövel eine neue Heimat gefunden haben und die Integrations- oder Vorbereitungsklassen der Albert-Schweitzer-Schule, der Realschule Bockum-Hövel oder der Sophie-Scholl-Gesamtschule besuchen. 

Ziel des Projekts sei es vorrangig, die Sprachprobleme der Jugendlichen zu beheben. „Das soll aber nicht – wie in der Schule – im Frontalunterricht geschehen“, sagt Anika Hartung von der Christoph Metzelder Stiftung. Vielmehr sollen die Teilnehmer in realen Alltagssituationen lernen, sich auf Deutsch auszudrücken. In der Fachsprache nennt man das praxis- und sprachorientiertes Sozial- und Selbstsorgekompetenztraining. Das bedeutet auch, dass die Jugendlichen durch den Kontakt mit anderen Jugendlichen  – wie zum Beispiel im Jugendzentrum – ihre Sprachkenntnisse verbessern können und sie gleichzeitig in ihre neue Umgebung integriert werden können. Bei gemeinsamen Ausflügen sollen außerdem die neue Heimat erkundet und dabei Tipps für den Alltag vermittelt werden.

„Das Projekt soll eine Basis schaffen, auf der junge Menschen eine Zukunftsperspektive aufbauen können“, sagt Anika Hartung. Auf drei Jahre ist das Projekt zunächst ausgelegt. Die Jugendlichen treffen sich in zwei Gruppen á 15 immer mittwochs im Jugendzentrum. Langfristig sollen sie sprachlich sie fit gemacht werden, dass sie den Regelbetrieb von „fit for future“ (Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe“) besuchen und später den Sprung in die Regelklasse schaffen können, um einen Schulabschluss zu machen.

Das Projekt wird von zwei Fachkräften des Vereins „fit for future“ umgesetzt. Einmal jährlich soll das Projekt zudem evaluiert und bei Bedarf angepasst werden.

(Quelle: Westfälischer Anzeiger)

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