Als Kleinkind flüchtete Alin mit seinen Eltern aus Rumänien nach Frankreich und kam 2013 schließlich nach Gelsenkirchen. Alin hat als Kind kaum die Schule besucht, wodurch der Start für ihn in Deutschland nicht leicht war, da er zunächst alphabetisiert werden musste. Unterstützung bekam er dabei vom Team des „Jugendhaus Eintracht“ der Amigonianer in Gelsenkirchen-Schalke. 

Die ehemalige Kneipe „Haus Eintracht“ ist ein zweites Zuhause für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Schalke geworden. Die Einrichtung der Ordensgemeinschaft der Amigonianer bietet den Mädchen und Jungen im offenen Bereich nicht nur verschiedene Angebote wie z. B. Billard, Kicker, Dart, Kegelbahn oder Internetplätze, um die Freizeit sinnvoll mit Freunden zu gestalten, sondern die Pädagogen haben auch immer ein offenes Ohr für Probleme. Darüber hinaus bietet das Jugendhaus auch feste Gruppenangebote wie z. B. Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe, Bewerbungstraining und ein gemeinsames Mittagessen an.

Auch für Alin ist das „Haus Eintracht“ schnell zu einem Ankerpunkt in seinem Leben geworden. Von seinem Elternhaus hat er wenig Unterstützung und von der Gesellschaft wenig Ermutigung erfahren, im Jugendhaus lernte er gut deutsch und fand sich durch seine Zuverlässigkeit sowie Zielstrebigkeit in der Schule schnell zurecht. Mittlerweile besucht er ein Berufskolleg, welches Alin im Sommer 2019 mit dem Hauptschulabschluss beenden wird. 

Seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft zeigt er auch im offenen Bereich des Jugendhauses. Alin wurde als Sprecher gewählt und danach von den Amigonianern als ehrenamtlicher Helfer weiter begleitet. Seine Aufgaben im „Haus Eintracht“ bestehen darin, die Theke zu betreuen und Getränke sowie Snacks herauszugeben. Außerdem steht er für die „Kleinen“ im Alter von 6-10 Jahren als Spielpartner zu Verfügung. Beim Mittagessen hilft Alin bei der Ausgabe und beim späteren Aufräumen und sauber machen.  Auch ist Alin Mitglied der Jugendgruppe und unterstützt den Gruppenleiter. 

Die nächsten Schritte für Alin liegen darin sich für eine berufliche Zukunft vorzubereiten, er macht bereits ein Schulpraktikum bei Netto. Des Weiteren möchte er seine Englisch- und PC-Kenntnisse verbessern.